Veröffentlicht
11.12.2019

Perspektiven zur Newsroom-Tagung: Auf die Organisationskultur kommt es an

Das Bild zeigt Prof. Dr. Alexander Gutzmer, den Moderator der Newsroom-Tagung bei der Quadriga Hochschule Berlin
Prof. Dr. Alexander Gutzmer war der Moderator der Newsroom-Tagung und zieht ein sehr positives Fazit.

Die Newsroom-Tagung hat auch mit ihrer zweiten Ausgabe 2019 wieder für ein volles Haus gesorgt. Wir präsentieren drei Perspektiven der Quadriga Hochschule zu der Tagung: Impuls-Speaker René Seidenglanz reflektiert die Mission der Tagung, Teilnehmerin Anja Himmelsbach zieht ein Fazit zu den Formaten und Moderator Alexander Gutzmer blickt auf den Soll-Ist-Abgleich von Wissenschaft mit Praxis – und damit schon auf die nächste Tagung.

Prof. Dr. René Seidenglanz ist Vizepräsident der Quadriga Hochschule, lehrt u.a. im M.A. Communication & Leadership und eröffnete die Newsroom-Tagung mit einem Impuls-Vortrag:

„Newsrooms gelten für viele als die ultimative Antwort auf die PR-Herausforderungen der Zeit, wie etwa Beschleunigung und Vervielfältigung von Kommunikation. Doch unsere Forschung zeigt: Viele Newsrooms sind eigentlich keine. Sie scheitern, weil sie wesentliche Prinzipien vernachlässigen: Integration, redaktionelles Arbeiten, klare Struktur und Prozesse und kluge digitale Unterstützung. Das deutlich zu machen und Newsrooms zum Erfolg zu verhelfen ist unsere Mission.“

Anja Himmelsbach ist Abteilungsleiterin Unternehmenskommunikation & Marketing der Helios Kliniken GmbH und MBA-Studentin der Quadriga Hochschule:

„Die Newsroom-Tagung der Quadriga war wieder eine sehr gelungene Veranstaltung, weil eine gute Mischung aus Impulsvorträgen und Insights in andere Unternehmen mit Best Cases sowie Workshops geboten wurden. Mit der Vermittlung von Strategie und Umsetzung gab es viel Inspiration zu möglichen Herangehensweisen. Deswegen kann ich die Veranstaltung empfehlen und komme sicher wieder.“

Dr. Alexander Gutzmer ist Professor für Medien & Kommunikation an der Quadriga Hochschule und lehrt u.a. im MBA Communication & Leadership. Zudem ist er als Editorial Director bei Callwey Publishing tätig:

„Das Niveau der Diskussionen war so sachlich und lösungsorientiert wie hoch. Für die meisten Unternehmen geht es nicht mehr um das ob, sondern um das wie der Newsroom-Installation. Klar ist dabei: ein guter Newsroom ist immer der, der wirklich gelebt und in der Unternehmensorganisation und -kultur verankert wird. Dabei ist die Einrichtung der Institution Newsroom nur der erste Schritt. Es gilt, eine Kultur der Offenheit und der medial-narrativen Produktivität zu schaffen.“

Newsrooms brauchen, wie auch unsere von Vizepräsident René Seidenglanz präsentierten Forschungen zeigen, eine klare Aufgabenverteilung inklusive CvD und Anbindung ans Top-Management. Sie brauchen aber auch eine themenorientierte Kultur. Dies hat nicht zuletzt der Best Case Otto klar gezeigt. Wichtig war zudem der Impuls von Eckhard Klockhaus, noch stärker die richtige Ansprache der unterschiedlichen Stakeholder in den Blick zu nehmen.

Insgesamt zeigt mir die Tagung, dass wir mit unserem auch wissenschaftlichen Fokus auf das Thema Newsroom richtigliegen. Hier gilt es, auch bei künftigen Tagungen wie Forschungsaktivitäten, immer wieder den Soll-Ist-Abgleich durchzuführen und offen auch an kontroverse Themen heranzugehen, wie etwa die Frage, ob sich in Newsrooms auch so etwas wie organisationale Haltung verankern lässt.“

Die nächste Newsroom-Tagung findet im Mai 2020 an der Quadriga Hochschule statt. Alle Informationen gibt es auf Newsroom-Website.