Prof. Dr. Christian Heinrich

Professor für Digitale Transformation bei Quadriga Hochschule Berlin

Prof. Dr. Christian Heinrich ist Professor für Digitale Transformation an der Quadriga Hochschule Berlin. Er ist studierter Diplom-Kaufmann und hat an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg im Bereich Wirtschaftsinformatik über integrierte Planungs- und Entscheidungssysteme in Industriebetrieben promoviert. Während und nach der praktischen Promotion durchlief er mehrere Jahre verschiedene globale Projekte in Unternehmensberatungen und Industrieunternehmen.

Internationale Lehrerfahrung sammelte Christian Heinrich seit 2010 im Rahmen des International MBA der University of Wuerzburg für den Bereich Business Process Management. Er erhielt diverse Lehraufträge im Bereich Supply Chain Management, E-Commerce und Digitale Transformation (Universität Würzburg) sowie Produktion und Organisation (Hochschule Ulm).

Seit 2012 gründet und berät er innovative und technologieorientierte Unternehmen. Seine Schwerpunkte liegen in der Identifikation digitaler Geschäftsmodelle und Absatzkanäle für etablierte und neue Unternehmen sowie der organisatorischen Umsetzung des Transformationsprozesses.

(Mit-)Gründer UND AUFSICHTSRATSMITGLIED

  • scoutbee GmbH
  • stexecute GmbH
  • Vinothek Wohlsein

Forschung

1) Digitale Geschäftsmodelle und agile Organisation

Die Digitalisierung schreitet voran und betrifft jeden Arbeits- und Lebensbereich. Als Konsequenz verändern sich Konsumentenverhalten und Geschäftsmodelle für Unternehmen. Die Aufgabenstellung besteht darin, junge innovative Unternehmen beim Wachstum durch professionelle Strukturen zu unterstützen und zugleich etablierten Großunternehmen eine neue Organisationsform der adaptiven Unternehmensführung aufzuzeigen. Die geschickte Einbindung innovativer Technologien mit dem Einsatz des Technologie Radars hilft etablierten Unternehmen bei der Umstellung der Geschäftsmodelle und Identifikation neuer service- und datenorientierter Umsatzströme. Neue Berufsfelder wie der CDO treiben Digital Leadership voran.

Beispiele:

 

2) Venture Incubation: Kooperation von Corporates & Start-Ups

Wer selbst zu wenig gute Ideen hat, der kauft sich ein Unternehmen, das welche hat. Das ist die Grundidee von Venture Incubation. Solche Eigenkapital-Investitionen in Startups können aber nicht nur Ihre Innovationstätigkeit befeuern.

Da es immer wichtiger wird Innovationen zu launchen, und dies auch möglichst schnell zu tun, ist Venture Incubtion für einige Branchen von einem Nice-to-have zu einem Must-have avanciert. Venture Incubation steckt, von einigen bemerkenswerten Ausnahmen abgesehen, noch in den Kinderschuhen. Das ist schade, denn Venturing bietet viele Vorteile, auch für kleinere Unternehmen.

Unabhängig von der Gestaltung der Organisation bestehen die Hauptaufgaben solcher Einheiten in

  1. der Erkundung neuer Geschäftsideen,
  2. der Entwicklung von Businessplänen für neue Geschäftsfelder und
  3. der frühen Vermarktung. Das Zielspektrum ist breit. Weiterhin steht vielfach eine verbesserte Ausschöpfung vorhandener Ressourcen oder Ideen im Hintergrund. Komplementär bezeichnen einige Unternehmen ihre Corporate-Venturing Aktivitäten als windows of new technologies mit der Intention einer wettbewerbsfähigeren Anpassung in sich schnell verändernden Branchen.

Dabei sollten einerseits Vorteile von Großunternehmen (Ressourcenvorteile insbesondere fmanzieller Art und Economies of Scale) mit Vorteilen kleinerer Einheiten (Flexibilität, größerer Identifikation und Motivation der Mitarbeiter) verbunden werden. Nachfrageförderung für Kemprodukte steht als Absicht hinter einer weiteren Gruppe. Einige Unternehmen verfolgen mit Corporate Venture Capital rein finanzielle Ziele.

 

3) Sozio-ökonomische Veränderungen durch Digitalisierung

Im Zuge der Digitalisierung treten fundamentale wirtschaftliche und gesellschaftliche Änderung ein. Die Sozial- und Wirtschaftssysteme müssen daraufhin angepasst werden. Es werden Handlungsfelder (z. B. Steuererleichterung für Start-Ups, bedingungsloses Grundeinkommen, Digitale Bildung, etc.) identifiziert, die einer Transformation unterzogen werden müssen. Im Anschluss werden Studien mit Praxispartner durchgeführt und die Ergebnisse durch die überwiegend konzeptionell-deduktive sowie explorative Forschungsmethodik in reale Projekte umgesetzt

Beispiele:

  • PGUARD – Entwicklung einer App für Datenschutz auf Basis Künstlicher Intelligenz zur Befähigung des einzelnen Bürgers bezüglich Sicherheit
  • Studienarbeit: Digitale Bildung – Ausarbeitung eines Curriculum für Digitale Bildung

Lehre

Inhalte

  • Economics and Network Society
  • Digital Supply Chain Management
  • Digital Marketing
  • Digital Leadership und Agile Organisation
  • Digitale Geschäftsmodelle und Innovation

Kurse und Programme

  • Certified Professional Program: Digital Leader & Strategist
  • M.A. Communication & Leadership
  • MBA Communication & Leadership
  • MBA Public Affairs & Leadership
  • International MBA Communication & Leadership

Publikationen

Monographien und Herausgeberschaften

Gärtner, C./Heinrich, C.: (i.V., 2017) (Hrsg.). Fallstudien zur Digitalen Transformation. SpringerGabler (Berlin).

Heinrich, C. (2015): Situative Entscheidung in Produktionsbetrieben durch integrierte Planung. Gubus (Würzburg).

 

Artikel in Zeitschriften, Sammelbändern und sonstige Publikationen

Gärtner, C./Heinrich, C./Lopper, E. (2017). Chief Digital Officer: Relevanz, Rolle, Roadmap. Quadriga Media Berlin GmbH.

Heinrich, C.: Marketing Disruption: Kannibalisiert sich Marketing selbst? In: Berlin Marketing Journal (2017) Quadriga Media Berlin GmbH.

Heinrich, C. und Stühler, G.: Die Digitale Wertschöpfungskette: Künstliche Intelligenz (KI) im Einkauf und im Supply Network Management. In: Gärtner, C./Heinrich, C. (i.V., 2017) (Hrsg.). Fallstudien zur Digitalen Transformation. SpringerGabler (Berlin).

Heinrich, C./Kose, J.: Innovation und Digitalisierung. In: Gärtner, C./Heinrich, C. (i.V., 2017) (Hrsg.). Fallstudien zur Digitalen Transformation. SpringerGabler (Berlin).

Heinrich, C. (2014): Produktions- und Absatzplanungssystem (PAS). WISU – Das Wirtschaftsstudium, 43/4, 2014.

Industrie 4.0: Entscheidungsfindung durch Business Analytics. (work in progress).