Veröffentlicht
13.01.2020

Warum sich Kommunikations- & HR-Führungskräfte im Organisationsmanagement weiterbilden

Das Bild zeigt TeilnehmerInnen der Weiterbildung zum Certified Leadership & Organization Expert in einer Gruppenarbeit an der Quadriga Hochschule.
Roman Rusch (vorne im Bild im hellen Oberteil) und Katrin Prag (vorne rechts im Bild) bei einer Gruppenarbeit im Weiterbildungsprogramm zum Certified Leadership & Organization Expert.

Mit dem neuen Weiterbildungsprogramm zum Certified Leadership & Organization Expert vermittelt die Quadriga Hochschule, wie Teams, Abteilungen und ganze Organisationsstrukturen anhand der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts ausgerichtet werden können. Warum das auch für Führungskräfte aus dem HR- und Kommunikationsmanagement relevant ist, haben uns Katrin Prag und Roman Rusch im Interview erzählt.

Frau Prag, Sie sind im Human-Resources-Management im Bereich des Job-Gradings tätig. Wie sind Sie dazu gekommen, sich zum Thema Leadership & Organization weiterzubilden?

Prag: Organisationsfragen hängen aus meiner Sicht eng zusammen mit der HR-Strategie. Insbesondere, wenn sich die HR mehr als Business-Partner denn als reiner Servicedienstleister versteht. In meinem Beruf bewerte ich einzelne Positionen sowie Organisationsteile und setze daraufhin Strukturen auf. Doch wenn es zu Reorganisationsprozessen kommt, ist die HR-Abteilung häufig nicht so strategisch eingebunden. Man bildet da eher das letzte Glied einer Kette, das die Umsetzung kommuniziert und die Personen von A nach B versetzt. Dabei sehe ich den HR-Bereich da an der Spitze, der zu diesen Prozessen berät. Gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen kann das HR-Management in der Hinsicht noch viel aufholen, denke ich.

Herr Rusch, Sie haben an der Quadriga Hochschule im MBA Communication & Leadership studiert und sind als Redaktionsleiter des Europamagazins für die ARD tätig. Was war Ihre Motivation, dieses Programm zu absolvieren?

Rusch: Für mich ist die Organisationsgestaltung das Gesicht einer Strategie. Und wie das in den kommenden Jahren aussehen soll, ist bei uns im WDR gerade eine ganz große Frage. Wir reorganisieren uns auch deshalb, weil wir mit der digitalen Transformation und der damit verbundenen Medienkonvergenz vor enormen Herausforderungen stehen. Wir hatten bisher eine Hörfunk- und eine Fernsehdirektion, was jetzt so keinen Sinn mehr ergibt. Also fragt man sich, wie man sich neu aufstellen und gleichzeitig digitaler und kampagnenfähiger werden kann. Darüber denken alle nach und eine abschließende Antwort ist noch nicht gefunden. Deswegen möchte ich hier neue Ideen und Ansätze mitnehmen.

Wie bewerten Sie das Programm nach dem Abschluss? Fühlen Sie sich als Certified Leadership & Organization Expert für diese Herausforderungen gewappnet?

Prag: Werde ich ab morgen als vollumfänglicher Experte auf diesem Gebiet aktiv werden können? Das glaube ich nicht. Aber die letzten dafür notwendigen Schritte zu gehen, liegt jetzt in meiner Verantwortung, das hat nichts mit dem Programm zu tun. Die Weiterbildung war sehr intensiv und gut strukturiert. Durch den theoretischen Teil zum Einstieg hat die ganze Thematik einen klaren Rahmen bekommen. Die Praxisgäste konnten sehr anschaulich darstellen, wie man Tools und Methoden im beruflichen Alltag anwendet. Aber um künftig vorne am Puls mitentscheiden zu können, muss ich diese Dinge natürlich erstmal selbst anwenden und für mich weiterentwickeln. Dazu komme ich mit sehr vielen Ideen und großer Motivation hier heraus.

Rusch: Der ganzheitliche Überblick bekommen hilft schon mal enorm. Für mich ist es die große Stärke des Programms, dass die Quadriga Hochschule so viel praktische Expertise dazu holt. Die Inhalte werden dabei nicht nur angerissen, sondern wirklich verständlich macht. Prof. Warren hat beispielsweise sein Matrixmodell vorgestellt – und man hat gemerkt, dass da nicht jemand nur Kästchen und Kreuzchen gemacht hat, sondern eine Software entwickelt wurde, die sehr gut in Unternehmen funktioniert. Die Praxisgäste aus den größeren Konzernen konnten das prozesshafte von Restrukturierungen sehr gut auf den Punkt bringen. Und dann gab es noch einen Gast aus der Beratung, der die Prozesse eher nüchtern, aus einer leicht distanzierten Außensicht und anhand quantitativer Zielgrößen bewertet hat. Das ist schon sehr ganzheitlich gedacht mit dem theoretischen Input, den vielen Praxisimpulsen, den Modellen und der analytischen Sicht.

Was war für Sie das Highlight des Programms?

Prag: Bei Praxisgast Frederic Pirker (PwC Strategy&) hatte ich persönlich den größten Link zu meiner beruflichen Tätigkeit. Er hat seine Inhalte sehr authentisch rübergebracht und mit seinen Slides steht uns sehr viel exklusives Wissen auch über das Programm hinaus zur Verfügung. Auch der Austausch in der Gruppe und damit das Netzwerk, das hier entstanden ist, wird mir in der Zukunft weiterhelfen.

Rusch: Für mich war Frederic Pirker ebenfalls ein gewinnbringender Gast. Aber auch Prof. Warren hat mich beeindruckt. Seine Slides waren eher reduziert, dafür hat er zwischen verschiedenen Medien gewechselt und eine sehr anschauliche Verbindung aus Theorie und Praxis geschaffen. Außerdem fand ich die Heterogenität der Studiengruppe total interessant, die die Diskussionen auf ein sehr hohes Level gepusht hat. Für den Austausch mit Dozierenden und Studierenden hätte ich gerne auch noch mehr Zeit gehabt, dafür vielleicht den Theorieteil etwas schlanker gefasst.

Katrin Prag ist als HR-Managerin im Bereich Compensation & Benefits für die Drägerwerk AG & Co. KGaA tätig. Roman Rusch ist als Redaktionsleiter des Europamagazins für den WDR und als Brüssel-Korrespondent für die ARD tätig.

 

Erfahren Sie mehr zur Weiterbildung Certified Leadership & Organization Expert und wie Sie diese mit dem neuen YourMBA-Programm der Quadriga Hochschule Berlin kombinieren können.