Veröffentlicht
05.08.2019

Silicon Valley bis Erzgebirge - Update aus dem Professorium

Zwei Reisende und zwei Autoren auf fremdem Terrain – wir haben für Sie das Update aus dem Professorium der Quadriga Hochschule Berlin. Während Ana Adi zwischen Bukarest, Bled und Berlin pendelte, plant Christian Heinrich eine USA-Reise. Alexander Gutzmer schreibt über die Streitkultur in der Architektur und René Seidenglanz gibt sein Debüt als Krimiautor.
 

Startup-Programm - Prof. Heinrich fliegt ins Silicon Valley

Für Prof. Dr. Christian Heinrich steht eine große Reise bevor – mit der Nominierung seines Startups scoutbee für das German Accelerator Program (GAP) nimmt er an einem dreimonatigen Projekt im Silicon Valley (Kalifornien, USA) teil.

Das GAP ist eine Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), mit denen Startups auf ihrem Weg in den amerikanischen Markt gefördert werden. Dazu gehören viele Networking-Events sowie spezielle Mentorings und Workshops, die jeweils auf die Ziele der Unternehmen zugeschnitten sind. Für Christian Heinrich, Co-Founder der AI-betriebenen Plattform zur Unterstützung beim Einkauf und Scouting von Produkten, ist die Nominierung eine große Ehre: "Wir freuen uns riesig, im Silicon Valley dabei sein zu dürfen und die internationale Positionierung von scoutbee weiter stärken zu können. Die Digitalisierung der Supply Chain mit Machine Learning geht damit erfolgreich weiter."

Prof. Dr. Heinrich mit Kollegen aus scoutbee-Führung
Prof. Dr. Christian Heinrich (2. v.l.) mit dem Leadership-Team der scoutbee GmbH (Foto: scoutbee)

Heinrich selbst wird ab Oktober rund vier Wochen vor Ort sein. Damit liegt sein Aufenthalt genau zwischen den beiden nächsten Präsenzphasen im Digital Business Transformation-Programm – für seine Studierenden die Chance, ihm Fragen mit auf den Weg zu geben und danach von seinen Eindrücken aus einem der spannendsten Innovationszentren der Welt zu profitieren.
 

Fokusthema Vertrauen - Prof. Adi berichtet von der BledCom

Kaum jemand ist derzeit so viel unterwegs wie Prof. Dr. Ana Adi. Nach ihrem Vortrag in Vancouver begleitete sie im Juli die Studierenden des MBA Communication & Public Affairs Leadership auf ihrer Studienreise nach Bukarest und den Praxisausflügen in Berlin (News). Und zwischendurch machte sie einen weiteren Halt im slowenischen Bled.

Mit den Ergebnissen ihrer PR2025-Studie leistete sie ihren Beitrag zum Fokusthema „Vertrauen“ und war begeistert von den vielfältigen und kritischen Diskussionen zu einem der wichtigsten Begriffe des Kommunikationsmanagements. Ihre Eindrücke hat sie für den Communication Director aufgeschrieben. Hier kommen Sie zu ihrem Bericht (auf Englisch).
 

Kultur & Architektur - Prof. Gutzmer gibt neues Buch heraus

Die Entwicklung von strategischer Unternehmenskommunikation hin zu einem contentbasierten Phänomen (Stichwort Newsroom) ist eines der Kernthemen von Prof. Dr. Alexander Gutzmer. Dabei bringt er seine Expertise als verantwortlicher Redakteur der Architekturzeitschrift „Baumeister“ im Münchner Callwey-Verlag ein. Dort hat er nun gemeinsam mit Stefan Höglmaier das Buch „Architekturkultur“ herausgegeben, mit dem sie die Frage aufwerfen: Was sind die Voraussetzungen dafür, dass nachhaltig gute Architektur entstehen kann?

Die Antworten, unter anderem von Wissenschaftler*innen wie der Braunschweiger Architekturtheoretikerin Tatjana Schneider oder der Londoner Ökonom Gabriel Ahlfeldt geliefert, lassen sich in drei Worten zusammenfassen: Wertigkeit, Haltung und Kontroverse. Gerade die letzte These mag überraschen, für Gutzmer ist sie jedoch eine ganz entscheidende: "Wir sind davon überzeugt, dass eine lebhafte Streitkultur unerlässlich für das Entstehen guter Architektur und lebenswerter Städte ist. Wie diese geschaffen werden kann, gerade in Zeiten sozial-medialer Hypermediatisierung, das möchte unser Buch zeigen."
 

Mord im Erzgebirge - Prof. Seidenglanz debütiert als Krimiautor

Neues Terrain für Prof. Dr. René Seidenglanz - in seiner Freizeit hat der Vizepräsident unserer Hochschule seinen ersten Kriminalroman geschrieben, der gerade mit großem Verkaufserfolg beim Kölner emons Verlag erschienen ist. "Toter Schacht" ist im Erzgebirger angesiedelt und führt die Leser*innen zurück bis in die DDR der 1970er-Jahre. Die Geschichte beginnt mit dem Fund zweier Leichen, die über 40 Jahre unentdeckt in einem Schacht lagen. Als sich der Journalist Jan Berghaus dem Fall annimmt, sterben Menschen, die mit den beiden Toten zu tun hatten.

Mit der „Freien Presse“ hat er über das Buch und die Verbindungen zu seiner Heimat gesprochen. Hier geht's zum Interview.