Veröffentlicht
21.02.2020

Q-Update: Hochkarätige Praxisgäste und internationale Studienreisen

Mit Martin Roth (DZ Bank) und Thomas Mickeleit (Microsoft) teilten zwei exzellente Praktiker ihre Erfahrungen mit unseren MBA-Studierenden – zwei von ihnen haben ihre Eindrücke für uns zusammengefasst. Zudem blicken wir auf die internationalen Studienreisen 2020 und auf zwei Highlights, die Quadriga-Professoren abseits ihrer Lehrtätigkeit erlebten.  

 

Martin Roth und Thomas Mickeleit zu Gast im MBA Communication & Public Affairs Leadership

„Ich bin sehr froh, dass wir im Studium die Möglichkeit haben, so viele unterschiedliche Einblicke zu erhalten, uns mit gestandenen Profis auszutauschen und neben den vorgegebenen Studieninhalten noch zusätzlich so viel Wissen aufsaugen zu dürfen. Wo sonst hat man schon so eine Chance?“, lautet das Resümee von Katja Hallbauer (Studentin im MBA Communication & Leadership) zum Besuch von Martin Roth (Leiter Kommunikation, Marketing, Nachhaltigkeit bei der DZ Bank) und Thomas Mickeleit (Director of Communications bei Microsoft Deutschland).

Martin Roth zeigte zum Beginn seines Vortrags ein Video aus dem Neo Magazin Royale, in dem sich Jan Böhmermann mit der DZ Bank beschäftigt.
Martin Roth zeigte zu Beginn seines Vortrags ein Video aus dem Neo Magazin Royale, in dem sich Jan Böhmermann mit der DZ Bank beschäftigt.

Hallbauer weiter: „Besonders beeindruckend fand ich, wie Roth aus seinem kommunikativen Arbeitsalltag im Umgang mit Nachhaltigkeitsthemen berichtete – und seinen Einstieg dazu wählte: Jan Böhmermanns Video über die DZ Bank. Besser ging‘s nicht. Der anschließende Vortrag hielt das Level, war spannend, enorm aufschlussreich und teilweise überraschend. Wir haben viele Einblicke in das Bankenwesen erhalten, die „Normalsterbliche“ schlichtweg nicht bekommen. Der MBA hat sich also schon im ersten Quartal mehr als bezahlt gemacht. Die Bewerbung dafür war wirklich die beste Entscheidung!“

Auch ihre Kommilitonin Marina Scheider zeigt sich begeistert von der Verbindung aus Theorie und Praxis: „Thomas Mickeleit hat die theoretischen Erkenntnisse aus dem Seminar Organisationstheorie und -gestaltung wunderbar mit Beispielen aus der Arbeitswelt bei Microsoft ergänzt. Von der Einführung eines digitalen Newsrooms, über Content Governance im praktischen Betrieb, bis hin zu Storytelling und unterschiedlichen Content-Modellen war Mickeleits Vortrag vollgepackt mit praxisnahen und inspirierenden Gedanken. Besonders interessant fand ich den Hinweis, dass auch Social-Media-Kanäle immer mal wieder „aufgeräumt“ werden müssen – und wie das in der Praxis funktioniert.“

 

Internationale Studienreisen nach Singapur, Helsinki, Bukarest und Brüssel

Singapur, Helsinki, Bukarest und Brüssel – das sind 2020 die internationalen Ziele für die Studierenden der Quadriga Hochschule. Während die MBA-Studiengänge Digital Marketing, Sales, Human Resources und Digital Business Transformation derzeit bereits in Singapur sind, stehen die Reisen nach Helsinki und Bukarest (Communication) sowie Brüssel (Public Affairs) noch aus.

Prof. Dr. Ana Adi ist an der Quadriga Hochschule für internationalen Kooperationen zuständig und erklärt, was die Studienreisen ausmacht: „Ziel aller MBA-Programme ist es, unsere Studierenden darauf vorzubereiten, sich in einem globalen und damit herausfordernden Umfeld erfolgreich zu bewegen. Die Studienreisen helfen uns nicht nur dabei, diese Mission zu erreichen – sie sind auch eine willkommene Gelegenheit, um international tätige Alumni wieder zu treffen, neue Projekte mit unseren akademischen Partnern zu planen und lokal unterschiedliche Ansätze für globale Kommunikationsprobleme kennenzulernen.“

Studierende aus dem MBA Communication & Leadership auf der Studienreise nach Bukarest 2019.
Studierende aus dem MBA Communication & Leadership auf der Studienreise nach Bukarest 2019.

Zu den Reisen nach Helsinki (März) und Bukarest (Juli) sagt Adi: „Helsinki wird zu unserer Netzwerk- und Reflexionsreise, wo wir uns mit leitenden Kommunikator*innen aus einer Vielzahl von Organisationen treffen – z. B. aus der Regierung, dem Energiesektor oder der Kunstbranche. Nach Bukarest reisen wir im Rahmen unseres Kurses für angewandte Kommunikation und werden über Vertrauen, Legitimität und das Vermächtnis der Öffentlichkeitsarbeit diskutieren.“

Die gerade laufende Reise nach Singapur begleitet Prof. Dr. Andrea Kindermann: „Professor*innen und Gastdozierende aus Singapur bringen uns nahe, wie sich die Märkte der Region von Europa und untereinander unterscheiden. Wir besuchen lokale Unternehmen – vom etablierten Immobilien-Dienstleister bis zum AI-Start-up – und diskutieren mit den Marketing- und Vertriebsentscheider*innen dort über das Zusammenspiel aus Kultur, Strategie und Globalisierung und verstehen jetzt (noch) besser, warum Asien für fast jedes Unternehmen ein Thema sein sollte.“ (Den Reisebericht der Studierenden lesen)

Die alljährliche Reise des MBA Public Affairs & Leadership nach Brüssel findet wieder im Dezember statt. Den Bericht von der zurückliegenden Reise lesen Sie hier.

 

Professor Gutzmer trifft auf Peter Sloterdijk

Prof. Dr. Alexander Gutzmer (ganz links) auf dem Podium mit Peter Sloterdijk und Christoph Ingenhoven. (Foto: Melanie Zahin)
Prof. Dr. Alexander Gutzmer (ganz links) auf dem Podium mit Peter Sloterdijk und Christoph Ingenhoven.

Die Zukunft der Stadt war das Thema eines Gespräches, das unser Kommunikations-Professor Alexander Gutzmer mit dem Philosophen Peter Sloterdijk und dem Architekten Christoph Ingenhoven führte. Im Zentrum der Veranstaltung im Düsseldorfer Schauspielhaus stand die Frage, wie sich in Städten heute Öffentlichkeit konstituiert und welche Rolle ein Stadttheater dabei spielen kann. Peter Sloterdijk hob dabei hervor, dass das Theater zunächst schlicht „als Versammlungsort funktioniert“ – und das schon seit der griechischen Antike. Die Bürger einer Stadt kommen zusammen, um zu verhandeln, was vielleicht in rein digitalen Kontexten so fundamental und so ehrlich nicht verhandelt werden kann.

Doch was damals das von Sloterdijk zitierte Dionysos-Theater von Athen war, hat natürlich seine Rolle in den demokratischen Stadtgesellschaften von heute grundlegend verändert. Was bleibt, ist der Anspruch, durch das Aufeinanderprallen von Ideen, von ästhetischen Werten, von Wahrheitsvorstellungen zu einer Art gesellschaftlichem Konsens zu gelangen. Diesen Konsens, da waren sich Sloterdijk, Ingenhoven und Gutzmer einig, braucht es mehr denn je. Ihn zu erzeugen, ist aber auch schwieriger denn je. In diesem Sinn ist im Übrigen, wie der Architekt Christoph Ingenhoven ergänzte, auch die Stadt als öffentliche Arena in der heutigen Welt noch relevanter als in vordigitalen Zeiten.

 

Professor Heinrich erzielt mit Start-up 54 Millionen Euro in Investitionsrunde

Prof. Dr. Christian Heinrich leitet den MBA Digital Business Transformation und ist mit dem Thema auch in der Praxis erfolgreich. Als Co-Founder des Berliner Start-up Scoutbee kann er sich über eine sehr erfolgreiche Investitionsrunde freuen – rund 54 Million Euro konnte das 2015 gegründete Unternehmen dabei einstreichen.

Scoutbee bietet eine Software für die Optimierung von Beschaffungsprozessen an und erreicht damit nicht nur viele B2B-Kunden, sondern vergrößert sich auch als Arbeitgeber. Innerhalb des Jahres 2020 soll die Zahl der Mitarbeiter*innen von 120 auf 220 steigen. „You can scale fast, if you delegate fast“, ist Heinrichs Zusammenfassung der Entwicklung.