Veröffentlicht
13.12.2019
Category
Personalmanagement

Fazit zur Smart HRM-Tagung: Selber smart sein

Prof. Dr. Jörg Ritter bei seiner abschließenden Keynote auf der Smart-HRM-Tagung der Quadriga Hochschule Berlin.

Die Smart HRM-Tagung hat mit ihren Schwerpunkten Analytics, Automatisierung und Agilität viele Einblicke in die Zukunft der Personalarbeit gewährt. Jörg Ritter, Jens Grundei und Melanie Baier von der Quadriga Hochschule ziehen ein inhaltliches Resümee. Gloria Ahlers blickt aus der Perspektive als Teilnehmerin auf die Tagung zurück.
 

Dr. Jörg Ritter ist Professor für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Personalmanagement

Als Leiter des Studiengangs MBA Leadership & Human Resources entwickelt Jörg Ritter die Lehre anhand zukünftiger Herausforderungen für Führungskräfte. In seiner abschließenden Keynote (Titelbild) blickte er auf die digitale Transformation und den damit verbundenen Chancen für HR-Leader.

Ritter: „Digitale Prozesse und -Kompetenzen werden die Arbeit von HR stark verändern und ganz neue Möglichkeiten für die Weiterentwicklung von Mitarbeitern, Führungskräften und Organisationen hervorbringen. Dadurch erhält HR die Chance, einen direkten Einfluss auf Performance und Potential zu nehmen und wesentlich ziel- und ergebnisorientierter agieren zu können. Voraussetzung dafür ist es aber auch, das sich Mitarbeiter und Führungskräfte aus anderen Bereichen für ,People & Organization' engagieren und Verantwortung übernehmen."

 

Dr. Jens Grundei ist Professor für Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Corporate Governance & Organization

Prof. Dr. Jens Grundei in seinem Workshop auf der Smart HRM-Tagung der Quadriga Hochschule Berlin

An der Quadriga Hochschule Berlin leitet Jens Grundei unter anderem das Weiterbildungsprogramm zum Certified Leadership & Organization Expert. In seinem Workshop stellte er agile Organisationen auf den Prüfstand und zeigte auf, dass auch der Mensch smart bleiben muss in Zeiten eines datenbasierten Organisationsmanagements.

Grundei: „Smart HRM trifft einen Nerv – es geht weder darum, bestimmte Ansätze pauschal zu verwerfen, noch das vermeintlich neue Allheilmittel unkritisch zu übernehmen. Es ist vielmehr deutlich geworden, dass z.B. bei agilen Organisationsformen im Einzelfall sorgfältig abzuwägen ist, welches Organisationsdesign passt und welche Wirkungen es erwarten lässt. Datenbasiertes Organisationsmanagement wird dabei zukünftig Entscheidungen unterstützen (müssen).“

 

Dr. Melanie Baier ist wissenschaftliche Mitarbeiterin & Dozentin an der Quadriga Hochschule

Melanie Baier hat gemeinsam mit Prof. Dr. Jörg Ritter maßgeblich an der Konzeption des MBA Leadership & Human Resources mitgewirkt. In ihrem Workshop vermittelte sie ein intuitives Verständnis statistischer Verfahren und deren zielgerichteter Anwendung in der People Analytics.

Baier: „Ein Verständnis dafür zu bekommen, wie Algorithmen grundsätzlich funktionieren, welche Ergebnisse sie liefern und für den eigenen HR-Kontext sinnvoll interpretiert werden können -  das ist ein wichtiger Schritt zu einer Smart HR.“

 

Gloria Ahlers arbeitet im Talent Management bei mein-grundeinkommen.de

Als Teilnehmerin hat Ahlers einen Blick darauf geworfen, wie sich das HR-Management ihrer Organisation mein-grundeinkommen.de für die Zukunft aufstellen kann.

Ahlers: „Für mich war es super interessant zu sehen, wie größere Unternehmen und Konzerne versuchen, sich New Work anzunähern und ihre Prozesse agiler zu gestalten. Als Organisation, die beide Themen seit langem fest in ihren Strukturen integriert hat, kommen wir aus der entgegengesetzten Richtung und müssen manche Prozesse sogar etwas statischer gestalten. Deswegen war der Austausch beider Seiten hierzu sehr spannend und hilfreich.“

 

Alle Referent*innen und das Tagungsprogramm können Sie auf der Website der Smart HRM nachlesen.