Veröffentlicht
07.11.2019

Alumni-Update – Revolution im Gesundheitsweisen und Kommunikation mit China

Zwei ehemalige Studierende im MBA Communication & Leadership mit spannenden Publikationen: Martin Camphausen gibt das Buch „Generation Hashtag“ heraus und Kerstin Lohse-Friedrich veröffentlicht zwei Beiträge, die auf ihrer Masterarbeit zu den Reputationsrisiken in der Kommunikation mit China beruhen .

Wie Hashtags Generationen verbinden können - Martin Camphausen mit Buchveröffentlichung

Nicht weniger als die Revolution des Gesundheitswesens – das ist das Ziel unseres Alumnus Martin Camphausen. Dazu hat er gemeinsam mit Tanja Heiß (Leiterin für Marketing und Vertrieb bei der Lenus GmbH) und Prof. Dr. Jochen A. Werner (Medizinischer Direktor der Universitätsklinik Essen) das Buch „Generation Hashtag – Managementwandel im Gesundheitswesen“ herausgegeben.

Camphausen, der 2018 seinen MBA Communication & Leadership an der Quadriga Hochschule abgeschlossen hat, beschreibt die Motivation zum Buch: „Das deutsche Gesundheitswesen ist mit am stärksten von Transformationsprozessen betroffen, aber häufig Getriebener statt Treiber. Das muss sich ändern. Wir als Herausgeber*innen möchten einen Beitrag leisten, diesen Wandel voranzutreiben. Der MBA hat mir ein großes Portfolio an Know-how zu Leadership und Kommunikationsmanagement mitgegeben. Aus meiner Sicht zwei der wichtigsten Dinge, um genau das zu erreichen.“

Das Buch ist am 9. September in der Medizinisch Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft (MWV) erschienen und will auch mit festgefahrenen Stereotypen brechen. Denn die „Generation Hashtag“ sei nicht über Geburtsjahrgänge verbunden, sondern über einen „state-of-mind“, heißt es in einem Interview mit den Herausgeber*innen. Camphausen dazu weiter: „Alle Generationen müssen aufeinander zugehen, sich zuhören und Ideen und Konzepte nach Inhalten bewerten, nicht nach Alter desjenigen, der sie äußert. Für diesen Weg kommt es auf einen Dreiklang an: Inhalte statt Phrasen, Diskurs statt Schablone und Revolution statt Stagnation.“

Kaum veröffentlicht, ist die Neuerscheinung direkt als „Buchtipp“ auf dem Gesundheitswirtschaftskongress 2019 in Hamburg ausgezeichnet worden. Das erste Kapitel aus „Generation Hashtag“ können Sie kostenlos lesen.

China als kommunikative Herausforderung - Kerstin Lohse-Friedrich analysiert Reputationsrisiken

Peking im Juni 1989: ein junger Chinese stellt sich am Tian’anmen-Platz den auffahrenden Panzern entgegen. Die Aktion markiert den Höhepunkt der studentischen Proteste gegen die chinesische Regierung – das Bild geht um die Welt. Fast 30 Jahre später zeigt der deutsche Kamerahersteller Leica die Aufnahme in einen Werbefilm, der ikonische Fotografien der Zeitgeschichte würdigt. Kurz darauf distanziert sich das Unternehmen davon. Grund: Der Druck aus China war zu groß geworden.

Kerstin Lohse-Friedrich ist Director of Communications am Mercator Institute for China Studies (MERICS) und beschäftigt sich seit Jahren aus Kommunikationsperspektive mit der aufstrebenden Wirtschaftsmacht China und den Implikationen für internationale Unternehmen. Kürzlich hat sie auf dem Graduation Day (Artikel dazu) ihr Abschlusszeugnis im MBA Communication & Leadership entgegengenommen. Der Fall Leica war Teil ihrer Masterarbeit „Wie deutsche Unternehmen ihre Kommunikationsarbeit auf Chinas Public Diplomacy ausrichten.“

Die Erkenntnisse daraus hat Kerstin Lohse-Friedrich mittlerweile in zwei weiteren Beiträgen veröffentlicht. Für MERICS hat sie unter dem Titel „Chinas Public Diplomacy – Wachsendes Reputationsrisiko für internationale Unternehmen“ einige Befunde und Empfehlungen zusammengestellt. Im Corporate Activism-Reader (kostenloser Download) von Prof. Dr. Ana Adi, ihrer Dozentin im Studium, hat sie das Kapitel „China: where corporate activism can easily backfire“ beigesteuert. Lohse-Friederich dazu: „Das MBA-Studium hat meine Sicht auf die Reputationsrisiken von Unternehmen und die aktuellen Herausforderungen für Kommunikatoren grundlegend verändert.“

Wie aktuell das Thema ist, zeigt auch der Umgang mit den laufenden Protesten in Hongkong. Nachdem bekannt wurde, dass einige Mitarbeiter*innen der Airline Cathay Pacific daran teilgenommen hatten, übte die chinesische Regierung massiven Druck auf die Airline aus. Zunächst wurden die Mitarbeiter*innen entlassen, später traten mehrere Führungskräfte zurück. Lohse-Friedrich dazu: „Die aktuellen Entwicklungen in Hongkong und der Fall der Airline Cathay Pacific zeigen, wie sehr China bestrebt ist, Unternehmen zum Spielball seiner Politik zu machen. Für Kommunikatoren bedeutet dies eine besondere Herausforderung, wollen sie einen globalen Reputationsverlust verhindern.“